Back from USSR

Nach unserem Aufenthalt in Kazan ist Riga das nächste grössere Ziel. Nach Kazan besuchen wir noch Nizhni Nowgorod, mit seinem schönen Kreml, der vor allem wegen seiner Lage hoch über der Vereinigung der beiden grossen Ströme Wolga und Ob sehr schön ist. Vom Wolgaufer führt eine riesige Treppe zum Kreml hoch, wo Schulklassen wohl ihren Sportunterricht an der frischen Luft machen indem sie hochrennen. Wir kommen auch ohne rennen aus der Puste, vier Monate Autofahren ist leider nicht gerade förderlich für die Kondition…

Die nächsten Zwei Tage verbringen wir mit fahren, lassen Moskau links liegen und rasen auf die Grenze nach Lettland zu. Alle Baustellen, die uns auf der hinfahrt noch einige Zeit gekostet haben sind inzwischen fertig und die Strasse ist in bestem Zustand. Die Grenze nach Russland-Lettland stellt sich als die einfachste und schnellste Grenze der gesamten Reise heraus. Die Russen schauen sich MASHIN nicht einmal genauer an, und auch die Letten sind nach kurzer Inspektion (ohne Dachkisten) schon zufrieden. Das einzig spannende an diesem Grenzübertritt ist unser Wettrennen mit einem Letten, der uns mehrfach versucht zu überholen und dank unserer Unsicherheit in welche Abfertigung wir nun fahren müssen uns dann doch noch ausbremst. Dass wir die Schalter dann aber schneller abfertigen und er hinter uns warten muss hilft am Ende dann trotzdem nicht, denn wir kommen nicht an seinem Auto vorbei. So gewinnt er schliesslich das Rennen mit ca. 10m Vorsprung bei der Ausfahrt aus dem Zollgelände.

Nach einer Übernachtung unterwegs steuern wir MASHIN auf den Citycamping in Riga, freuen uns über die Dusche, waschen und machen anschliessend einen ersten Ausflug in die hübsche Altstadt. Alle „Sehenswürdigkeiten“ sind dort versammelt und durch hübsche Gässlein verbunden. Es ist aber auch alles sehr touristisch, überall Cafés und Souvenirshops. Per Zufall finden wir heraus, dass am Abend ein Openair Konzert in einem kleinen Quartier stattfindet und wir beschliessen dorthin zu fahren. Und tatsächlich, in einem Hof umrahmt von hübschen alten wiederaufgefrischten Holzhäusern steht eine Bühne und ca. 200 junge Lettinnen und Letten haben sich schon versammelt. Ein Bier kostet nur einen Euro und auch der Wein ist nicht teuer. Etwas später spielt ein Duo namens Astron’out und die vielen Konzertbesuchenden singen freudig die Lieder mit, es scheint eine bekannte Band zu sein, was uns von den Einheimischen auch bestätigt wird. Nach dem Konzert spazieren wir zurück zum Camping und treffen dort noch zwei deutsche Pärchen an, mit denen wir kurzentschlossen noch was trinken und um Mitternacht auf Sebastians Geburtstag anstossen. Am nächsten Morgen organisiert Annina ein reichhaltiges Frühstück, bevor es noch immer vom billigen Bier verkatert in Richtung Altstadt geht. Julia und Markus haben Sebastian einen Eintrtitt in ein schönes Wellness Spa geschenkt und das trübe Wetter schreit nach einer solchen Entspannung im Pool, Jacuzzi und den Saunen. Anschliessend folgt ein super Kaffee, etwas mehr Sightseeing und ein Geburtstagsessen in einem Restaurant. Am nächsten Tag fahren wir der Küste entlang zum nördlichen Kap und etwas weiter wieder südlich zu einem kleinen Campingplatz mit Blick und Strand zur Ostsee. Nach einem Ausflug unterwegs in das kleine Küstendorf Pavilosta und einem Strandspaziergang fahren wir weiter nach Litauen bis Klaipeda. Dort erwartet uns am nächsten Tag eine Fahrradtour auf der Kurischen Nerung. Nach dem Fahrräder mieten fahren wir mit der Fähre auf diesen Landstreifen, der parallel zur Küste von Litauen bis nach Russland verläuft. Durch hübsche Wälder auf einem schönen Radweg fahren wir gemütlich bis wir am Strand zum Picknick halten. Zu einem Fussbad in der Ostsee können wir uns hinreissen lassen. Mehr Meer liegt nicht drin, das Wasser ist eiskalt und trotz der warmen Sonne wird es wegen dem Wind nicht heiss genug, dass wir eine solche Abkühlung auch am Rest des Körpers ertragen würden. Nach einem Kaffee in einem kleinen Örtchen geht es auf demselben Weg wieder zurück, mit der Fähre ans Festland und dann mit der MASHIN noch ein paar Kilometer in Richtung Kaunas, bevor wir einen Übernachtungsplatz in der Nähe der Autobahn finden. Ab dann heisst es ab nach Finnentrop, wo wir Beno, Stefanie und Tochter Maya, die wir in Ulan Bator kennengelernt haben besuchen wollen. Die Strassen sind nun wieder Autobahnen. Vor Warschau beschliessen wir diese aber zu verlassen und suchen und finden einen Platz zum Übernachten. Auf der Landstrasse an Warschau vorbei geht es nicht all zu lange, da bemerken wir einen starken Geruch aus der MASHIN. Wir halten an und sehen eine ziemlich ölige Sauerei unter dem Motor. Wir beschliessen kein Risiko einzugehen und lassen uns via Mobiliar organisiert in die nächste Garage abschleppen. In gebrochenem Deutsch sagt uns der Garagenchef: „ich wünsche, dass Sie in Schweiz fahren“ Der Ölverlust ist wohl nicht zu tragisch und die Reparatur kompliziert. Ein Simmering an der Ölwanne ist undicht, daher die ölige Sauerei. Er gibt uns noch eine Flasche Motoröl zum Wiederauffüllen mit und wir folgen seinem Wunsch und fahren mit einem etwas mulmigen Gefühl erstmal weiter. Immerhin sind es noch ca. 2000km bis in die Schweiz. Der Ölverlust hält sich aber tatsächlich in Grenzen und kurz vor Poznan finden wir einen Übernachtungsplatz in einem Wäldchen. Die letzten Tage hatten wir immer am Morgen immer ein sehr feuchtes Zelt und das Kondenswasser im Zelt tropfte uns am Morgen jeweils ins Gesicht. Deshalb die Theorie unter den Bäumen würde es von oben nicht mehr feucht, und dementsprechend auch innen nicht so kondensieren. Und tatsächlich, wir verbringen eine trockene Nacht unter Bäumen und die goldene Sonne weckt uns am Morgen zum Frühstück. Ab Poznan fahren wir wieder Autobahn, suchen uns jeweils einen zügigen LKW aus und folgen ihm mit knapp 90 km/h bis zur nächsten Pause. Vor der deutschen Grenze tanken wir nochmals alles voll, um den horrenden Benzinpreisen in Deutschland wenigstens etwas zu entgehen. Ab da ist die Autobahn grösser, der Verkehr dichter und das fahren ziemlich anstrengend. Dafür kommen wir gut voran. Auf einem kleinen Campingplatz bei Helmstedt nisten wir uns ein. Hier gibt es wohl nur Dauercamper, und Unmengen an Katzen. Die Sanitären Anlagen sehen aus wie bei einem alten Fussballplatz, aber immerhin gibt es wieder warmes Wasser für eine nötige Dusche. Am nächsten Tag geht es ohne Autobahn weiter, denn wir haben nicht mehr allzu weit bis nach Finnentrop. Von dort aus fahren wir dann noch auf Verwandtschaftsbesuch in Oberstetten und Bad Boll, bevor wir am Samstag, 27. September ca. um 15.00 Uhr in Basel bei der Dreirosenbrücke einfahren werden. Wir freuen uns schon sehr euch alle wieder zu sehen. Genauere Infos kommen noch per Mail…

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