Kazan – für einmal RAKETA statt MASHIN

Nach dem Wiedersehen mit Manny, rollte MASHIN nach Kazan, die Hauptstadt der Respublika Tatarstan. Schon bei der Stadteinfahrt bekamen wir den Eindruck, dass diese Stadt keine typische russische Stadt ist. Wir erblickten keine Plattenbauten, sondern viele alte, pompöse, gut erhaltene und neue, aufwändig auf alt gemachte Gebäude. Trotz Feierabendzeit erreichten wir unser zentralgelegenes Hostel ohne Probleme. Bei der Parkschranke drückten wir die Glocke und erhielten per Gegensprechanlage die Antwort, dass wir im unterirdischen Parking des Hostels parken können. Auf unsere Antwort, dass dies wohl eher nicht gehe, kam die Receptionistin raus und bot uns dann sofort einen Parkplatz im Hinterhof an, uff! Nach einer Dusche und mit hungrigen Bäuchen machten wir uns dann auf die Suche nach Olegs Lada, denn Oleg wollte uns noch am selben Abend in die tatarische Küche einführen. In einem Restaurant genossen wir dann leckere Pferdefleischgerichte und Tschak-Tschak (ultrasüsser Kuchen aus Brotwürstchen, welche mit Honig zu einem Kuchen zusammengepappt werden). Nach dem Essen bekamen wir von Oleg noch eine Führung durch Kazan bei Nacht. Alle wichtigen, ok auch weniger wichtige Gebäude wie z.B. das überdimensionierte Ministerium für Landwirtschaft der Respublika Tatarstan, waren hell ausgeleuchtet, was die Stadt im wahrsten Sinne des Wortes „in einem ganz besonderen Licht“ erscheinen lies. Hellerleuchtet, gut gesättigt und müde fielen wir dann in unsere gemütlichen Betten. Tags darauf stand als erstes die Organisation von Tickets für eine Raketafahrt (russisches Tragflügelboot) auf dem Programm. Nach einer sehr freundlichen Auskunft bei der Touristeninformation, stellte sich der Kauf am Hafen dann als schwieriger als erwartet heraus. Die Dame an der ersten Kasse wiederholte ihre Sätze einfach immer lauter auf russisch, als wir nichts verstanden und wurde schon fast böse, als wir sie trotz Gebrüll immer noch nicht verstehen konnten. So machten wir nach Bargeldbezug einen zweiten Versuch an der anderen Kasse und konnten schliesslich dank Telefonjoker Oleg 5 Tickets für den nächsten Tag besorgen. Jedoch nur für die Hinfahrt, denn Tickets können jeweils nur am Hafen des jeweiligen Abfahrtortes gekauft werden, Vorreservierungen sind nicht möglich. In der Hoffnung, dass dies mit den Rückfahrttickets dann schon alles klappen wird, fuhren wir mit dem Bus wieder zurück ins Zentrum, wo wir auf dem weitläufigen Kreml die Mariä-Verkündigungs-Kathedrale, den schiefen Turm von Kazan und nach dem Freitagsgebet auch noch die Kul-Sharif-Moschee anschauten. Nach einem leckeren Mittagessen wurden wir in der Peter-und-Paul-Kathedrale Zeugen einer orthodoxen Trauung. Geheiratet wird in Russland nämlich am liebsten an Freitagen. Die Zeremonie beinhaltete viele Gesänge. Bis auf den Priester waren auch alle sehr musikalisch ;-). Neben dem Brautpaar, dem Priester, seinen drei Helfern waren nur noch die Trauzeugen, die Fotografin, die Putzfrau und neben uns noch zwei, drei andere Besucher in der Kirche. Alles findet im stehen statt. Trotzdem war es sehr stimmungsvoll. Im Anschluss bummelten wir noch durch die Fussgängerzone, die eigentlich mehrheitlich aus Souvenirshops besteht am Glockenturm vorbei zur grossen Fontäne vor der Universität. Dann brauchten unsere Beine definitiv mal Pause und wir flitzten mit der Metro auf die andere Flussseite, um dort noch die Aussichtsplattform der Weddinghall zu erklimmen. Wir amüsierten uns dort auch nochmals prächtig ab dem Hochzeitsgewimmel. Bestimmt sieben verschiedene Brautpaare mit Festgesellschaft wimmelten in und um die Weddinghall. Alle, um dort schöne Fotos zu schiessen. Für uns glichen die Szenerien oft mehr einem Polterabend als einer Hochzeit. Am Abend trafen wir uns mit Oleg, seiner Freundin Kyra und ihrer Tochter Lisa zum Abendessen. Das Restaurant war wunderbar gelegen, leider versagten aber Bedienung, Küche und Chef total. Doch auch dies konnte unsere Stimmung nicht trüben und der Vodka trug bestimmt auch dazu bei, dass wir ohne Magenprobleme davon kamen. Am nächsten Morgen fuhr unsere Raketa bereits um 08.00 Uhr, früh aufstehen war angesagt. Oleg, Kyra und Lisa begleiteten uns auf unserem Ausflug nach Bulgar, wobei eigentlich mehr das Raketa fahren im Zentrum stand. Mit ca. 60 km/h flitzten wir in 2 ½ Stunden dort hin und dank den erhaltenen Rückfahrtickets in der selben Zeit dann auch wieder zurück. In Bulgar gab es dann eine Moschee, ein Brotmuseum, den grössten Koran der Welt und Ausgrabungen aus dem 13. Jahrhundert zu sehen. Am Abend luden uns Oleg und Kyra dann noch zu Oleg nach Hause zum Abendessen ein. Nach leckerem Hähnchen mit Kartoffeln und Bohnen gings dann zum Abschied noch auf die Dachterrasse des Hochhauses. Nach einem schönen Tag gings dann per Taxi zurück ins Hostel, wo MASHIN nach 2 Tagen rumstehen schon sehnlichst auf die Weiterfahrt am nächsten Morgen wartete.

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