Stadtluft schnuppern in Ekaterinburg

Für unsere Fahrpause in Ekaterinburg haben wir uns auf der Social Plattform Couchsurfing wieder einen Couchsurfing Host gesucht. Wir durften bei Anna, ihrem Verlobten Igor und ihrem Bruder Oleg die Wohnzimmercouch belegen. Ekaterinburg ist eine Grossstadt mit ca. 1.3 Millionen Einwohnern, wovon die meisten in riesigen Wohnblöcken wohnen. Anna und Co wohnen auch in einem solchen. Es erinnert uns an die Wohnung wo wir in Astana untergekommen sind. Die Haupteingangstür schliesst man mit einem Magnetchip auf und die Wohnung ist etwa doppelt bis dreifach verriegelt. Die Wohnung besteht aus vier kleinen Räumen, einem Bad, einem WC und einer Küche. Anna hat gerade noch Besuch von Vera, einer Freundin aus Sibirien, die ein USA Visum versucht zu beantragen. (klappte am Ende leider nicht, da sich nicht verheiratet ist und keinen festen Job in Russland hat) So verbringen wir den ersten Abend mit Gesprächen über dies und das und geniessen nach 7 Tagen wieder einmal eine echte Dusche ;-). Wir nutzen am nächsten Tag erstmal die Gelegenheit Kleider zu waschen bevor wir die Stadt erkunden. Ekaterinburg hat ein paar schöne Flecken im Zentrum. Zum Beispiel geschichtsträchtige Kirchen, die man leider nicht betreten kann wegen Renovationen, einen Stadtsee/Weiher, hübsche Herrschaftshäuser und eine grosse Fussgängerzone. Wir spazieren durch die Gegend, treffen am Mittag noch Anna zum Mittagessen und gehen am Abend mit einigen Problemen die richtige Marschrutka zu finden wieder zu Anna nach Hause, wo wir für die gesamte Crew Älplermakkaroni kochen. Auch diesen Tag lassen wir sanft ausklingen. Den nächsten Tag verbringen wir im Schmuckmuseum, denn im Ural hat es viele schöne Mineralien die sie zu Schmuck verarbeitet haben und immer noch verarbeiten, besonders typisch ist der türkisfarbene Malachit, aus dem Ketten, Ringe, Schmuckkästchen, Vasen und vieles mehr hergestellt wurden. Dummerweise haben wir unsere Bargeldreserven in der Wohnung vergessen und so wird aus dem geplanten Besuch einer Aussichtsplattform nichts, da sie keine Visa Karte akzeptieren und wir nicht genügend Bargeld haben. So verbringen wir den Nachmittag mit Shopping und helfen anschliessend Vera irgendwelche lustigen Fotos mit Yogapositionen an speziellen Orten zu machen.

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Anna hat uns bereits im Vorfeld angekündigt, dass sie das Wochenende mit Freunden in einem Nationalpark verbringen werden und hat uns auch dazu eingeladen. Der Morgen beginnt hektisch, und beim Rausfahren aus der Stadt gesellen sich immer wieder neue Freunde dazu, so dass wir am Ende eine Gruppe von 13 Russinnen und Russen und 2 Schweizern beim Nationalpark ankommen. Man versucht die umgerechnet 6.50 Fr. Parkeintritt mit einem Schleichweg zu umgehen, aber die Parkwächter kennen das Spiel und kriegen uns natürlich. Nachdem wir also alle den Eintritt bezahlt haben machen wir eine kleine Wanderung durch den hübschen Nationalpark, einem Flüsschen entlang, durch Wälder bis zu einem grossen Loch/Höhle was auch immer und wieder zurück. Die Russen legen beim Wandern ein zackiges Tempo vor, man rennt schon fast ein bisschen, trotz dem schon relativ üppigem Alkoholkonsum. Dafür macht man ständig kleine Pausen, trinkt wieder einen Schluck und rennt dann weiter. Da alles nicht so ganz nach Plan verläuft und nie ganz klar war wo man denn nun übernachten wird und ob zuvor nochmals eingekauft werden muss usw. kommen wir relativ spät in einem kleinen Dorf an, wo die Gruppe ein altes Bauernhäuschen gemietet haben. Dort wird dann irgendwann nach 9 Uhr angefangen zu grillen, Plov gekocht und der Alkoholkonsum wird gesteigert. Vodka, Tequila, Bier alles quer durcheinander. Der ein oder andere bekommt das am nächsten Morgen dann auch zu spüren. Gegen Mitternacht gibt es dann auch den Plov, superlecker und dann geht es zum Erschrecken aller, zum ersten Mal für uns in eine russische Banja. Zuerst sind die Männer dran, die Banja ist klein und extrem heiss (sogar die Russen finden sie zu heiss!) aber das ganze Ritual, mit rein, raus, abwaschen, abklopfen mit Birkenästen usw. dauert ca. eine Stunde. Danach hat man aber wieder warm um noch etwas länger draussen zu sitzen und zu palavern. Am Sonntagmittag verabschieden wir uns dann von der Gruppe, voll bepackt mit frisch geerntetem Gemüse aus dem Garten und fahren weiter in Richtung Kazan, wo wir aber unterwegs noch einiges sehen und erleben wollen und werden.

 

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One response to “Stadtluft schnuppern in Ekaterinburg”

  1. Anita says :

    Huch, zum Glügg e Mail, so bini wiedr am Läse

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