Archive | August 2014

aktualisierter Track

Und hier nochmals der Link zu unserem Track:

http://lösch.ch/sebiannina/

Das grosse Kilometerfressen

Unser erstes Ziel in Irkutsk, die Mercedesgarage. Vor dem grossen Kilometerfressen wollen wir vor allem nochmals das Differenzial vorne, welches leicht feuchtet checken lassen und endlich die Räder auswuchten. In der Mercedesgarage in UB war ja da nichts zu machen… Bei Mercedes in Irkutsk sind alle sehr hilfsbereit, sogar der Porschevertreter wird als Übersetzer zu Hilfe geholt. Hier findet man eine alte Dame wie MASHIN sehr interessant, aber wirklich Ahnung haben die Mechaniker dort dann doch auch nicht und im Computer finden sie nichts mehr zu unserem alten Mercedesmodell oder nur auf Englisch, was sie leider nicht verstehen. Beim Check wird aber alles als „ok“ eingestuft, auch das feuchtende Differenzial vorne. Im Schweissen seien sie keine Experten, suchen uns aber hilfsbereit die Adresse von einer Garage heraus, welche die Löcher im Auspuff schweissen kann und für einen Reserveringkranz für das Radlager schicken sie uns zum Offroaderladen, welcher morgen offen hat. Immerhin bekommen alle vier Räder wieder neue Auswuchtungsgewichte. Da ausser dem Auswuchten nichts gemacht wurde, sind diese nun ganz schön kostbar ;-), gelohnt hat sich’s aber sehr. Dazu später… Nach diesem Garagenachmittag machen wir uns dann auf die Suche nach dem Mama Hostel, welches uns Iris und Christian empfohlen haben. Wir finden das Holzhaus dank GPS auf Anhieb und nach ein wenig warten, zeigt uns Galina (die Besitzerin) unser Zimmer und mögliche Restaurants auf dem Stadtplan. Während wir in der Touristenzone von Irkutsk ein leckeres Essen geniessen, kümmert sie sich um unsere Registrierung. Am nächsten Tag machen wir uns nach Pfannkuchenfrühstück dann auf die Suche nach dem gewünschten Ersatzteil und Öl für das Differenzial, beides braucht Zeit und leider bleiben wir erfolglos. Damit wir wenigstens noch einen Punkt auf unserer Liste abhaken können, suchen wir die Schweisser auf. Während MASHIN wieder alle Löcher zugeschweisst bekommt, schlendern wir nochmals durch die Touristenzone von Irkutsk und holen MASHIN nach 2 Stunden wieder ab. Nun sind wir fürs Erste bereit und nach feinen italienischen z’Nacht, einem weiteren Pfannkuchenfrühstück und Einkaufen geht’s los… immer westwärts! Bei starkem Regen verlassen wir Irkutsk und rollen, rollen, rollen, rollen, rollen… Alle 1 ½ Stunden machen wir Fahrerwechsel und freuen uns über die sehr guten Strassen. MASHIN rollt mit einem 65-73km/h Schnitt vorwärts, an den vielen Feldern und Birkenwäldern vorbei, schneller als gedacht und das Beste dabei, dank dem angezogenen Radlager und den Auswuchtungsgewichten das erste Mal seit unserem Reisestart ganz ohne Vibrationen, juhuiii! So rollen wir nun schon seit einer Woche mit nur drei kleinen Zwischenfällen täglich ca. 500 km vorwärts.

Am zweiten Fahrtag stellt Sebastian fest, dass der Kompass oben ganz warm wird. Als er den diesen bei einem Halt abmontiert stellt sich heraus, dass da einfach eine Glühbirne drin ist. Weil wir immer nur bei Tag fahren, haben wir die Beleuchtung bis jetzt noch gar nicht gesehen. Also wird alles wieder angeschraubt und weiter geht’s. Aber schon als Annina auf die Strasse auffährt beginnt es aus allen Löchern der Belüftung zu rauchen. Uiuiui!!! Schnell fährt Annina wieder von der Strasse ab, die Batterien werden abgestellt, Fenster geöffnet und darüber nachgedacht, wie wir denn jetzt diese blöden Torkschrauben der Abdeckung ohne passenden Schraubenzieher rausdrehen können. Mit verschiedensten Geräten probieren wir es, aber nichts funktioniert. Plötzlich fährt da ein IVECO-Laster mit Wohnkabine direkt vor uns von der Strasse ab und hält ebenfalls am Strassenrand. Wir staunen nicht schlecht, als wir das Kennzeichen sehen: VD. Ein Waadtländer! Da Chancen bestehen, dass sie vielleicht einen passenden Schraubenzieher haben, steigt Sebastian aus. Und tatsächlich, einer der beiden älteren deutschen Insassen hat ein Schrauberset mit passendem Aufsatz. So ist es uns möglich den Kurzschluss hinter der Abdeckung, welcher das Rauchen verursacht, bei netter Unterhaltung zu beseitigen. Rauchfrei rollts dann weiter…

Am fünften Fahrtag kommen wir am Abend dann nach Omsk in den Genuss eines russischen Staus. An einer der vielen Baustellen, wo eine der zwei Fahrspuren gesperrt ist müssen wir warten, bis die Fahrbahn für unsere Richtung freigegeben wird. Da alle Wochendendausflügler am Sonntagabend wieder in die Stadt zurück müssen, dauert es schon einmal eine halbe Ewigkeit bis wir losrollen dürfen. Die Baustelle passieren wir im Schritttempo und dann geht plötzlich gar nichts mehr… Beim aus dem Fenster spähen sehen wir das ein oder andere Auto, welches mit dem Heck noch halb auf unserer Fahrspur steht. Russen sind nämlich sehr ungeduldig und gute Drängler, fahren jeweils links und rechts auf dem Schotter bis ganz nach vorne und nutzen auch jede noch so kleine Lücke, um wieder reinzudrücken. Aber manchmal reichts dann eben doch nicht, um wieder ganz auf der eigenen Fahrspur zu verschwinden. Und so entsteht dann auch auf der fahrenden Seite Stau, da nicht mehr ausgewichen werden kann. Die Strassenpolizei hat sich dann irgendwann mit Sirene auch durchs Geschehen gedrängt, aber nicht um Ordnung zu machen, sondern um den Blechschaden zu dokumentieren, der zwischen einem Drängler und einem braven Kolonnenfahrer entstanden ist, als letzterer seinen Platz in der Schlange verteidigen wollte. So geht das ;-). Wir entkommen dem Chaos gerade noch rechtzeitig, weil wir beim nächsten Linksabbieger von der Strasse auf den Feldweg abfahren und uns dort einen Übernachtungsplatz suchen. Wir werden direkt neben den Schienen der Transsibirischen Eisenbahn fündig und werden von einer Lokomotive auch pfeifend begrüsst.

Tags darauf stellen wir dann wieder eine leichte Vibration beim Fahren fest, was uns gar nicht passt. Beim ersten Halt stellen wir fest, dass wir leider ein Auswuchtgewicht am linken Vorderrad bereits wieder irgendwo verloren haben. Beim Mittagshalt finden wir zwar einen Container mit „Schinomontasch“ (Radservice), aber es ist niemand da. Bei der nächsten grösseren „Avtostojanka“ finden wir, was wir suchen und lassen unser Rad wieder auswuchten. Da gerade kein passendes Gewicht vorhanden ist, wird links und rechts einfach etwas abgezwackt, so einfach geht das. Und schon kanns ohne Vibrationen wieder weitergehen, perfekt!

Nach 7 Fahrtagen erreichen wir Jekaterinburg. Hier gönnen wir uns nun ein paar Tage Fahrpause!

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Und hier noch ein paar Kuriositäten von unterwegs:

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Ferien am Baikal

Vor dem 5 Stunden dauernden Grenzübertritt nach Russland hat uns das Land des zornigen Windes nochmals mit einem windstillen, sonnigen und wunderbaren Ausblick verabschiedet. Als Gegenleistung haben wir unsere letzten Tugrik noch in Vodka, Wein und Süssigkeiten investiert. Auf dass die mongolische Wirtschaft blühe! Der wie gesagt 5 Stündige Grenzübertritt dauerte so lange, weil die Russen einfach alle Fahrzeuge, inkl. Passagiere und Handgepäck fein säuberlich von einer einzigen Grenzbeamtin durchsuchen liessen. Uns schwante schon übles, wie lange sollte denn das bei uns wohl dauern, bis wir alles aus- und wieder eingepackt hätten. Aber auf einmal war sie nicht mehr so pingelig, schaute in ein zwei Schubladen und liess den Hund einmal durchschnüffeln und schon musste nur noch der Papierkram erledigt werden. Aktion- Warteverhältnis lag somit bei ca. einem Zehntel der Gesamtdauer, dies verdient doch ziemlichen Respekt!

Aber nun zum eigentlichen Thema dieses Blogposts, unsere Ferien am Baikal:

Entgegen aller Empfehlungen fuhren wir nicht zur Olkhon Insel, sondern direkt an die Ostseite des grossen Sees, denn hier gibt eine Halbinsel inklusive eines Gipfels der unsere Erstürmung sehnlichst herbeisehnte. Die erste Nacht verbrachten wir an einem Plätzchen mit Sandstrandzugang, den wir am Abend mit lesen in der Sonne und am Morgen mit einem ersten Bad in kühlen Nass nutzten. Dann ging es in Richtung Svyatoy Nos, der erwähnten Halbinsel. Nachdem wir dachten wir hätten uns von Pisten und Wellblech verabschiedet und in Russland bis dahin nur gute Strassen hatten wurde unsere Euphorie durch knapp 20Km desselbigen etwas gebremst. In Ust-Barguzin machten wir uns auf die Suche nach einem gewissen Alexander Beketov, der sowhol Museum, Nationalparkoffice und Guesthouse in einem zu führen schien. Dort angekommen bekamen wir die Info wie wir zu diesem Gipfel kommen und eine Karte obendrein. Nur, bereits bei der Ankunft in Ust-Barguzin meldete sich ein komisches Gefühl bei der Bremse und der folgende Check des linken Vorderrads liess nichts Gutes erahnen. Vor Beketovs Haus haben wir MASHIN dann aufgebockt und wie befürchtet war das Radlagerspiel des linken Vorderrades um ca. 2cm zu gross (bei laut Handbuch erlaubtem Spiel von 0.2-0.4mm) Wie wir das wieder richten konnten haben wir ja in Almaty bereits gelernt und glücklicherweise von Sergej zum Abschied noch ein verdammt wichtiges Teil geschenkt bekommen ohne das unsere Fahrt nicht weitergegangen wäre. Umringt von deutschen Transsib Touris, der Übersetzerin Natasha und deren Fahrer machten wir uns an die Reparatur und soweit wir das beurteilen können ist uns diese dann auch geglückt. Ohne Mittagessen und etwas Verspätung fuhren wir weitere schmerzhafte 20Km auf so einer richtig üblen Rüttelpiste dem See entlang und fanden aber dafür ein wunderbares Plätzchen am Strand zwischen den unzähligen russischen Campern die ihre Ferien hier verbringen. Unser Nachbar Andrej liess uns noch mit seinem Paddelboot eine Runde auf dem See paddeln, wo wir uns vor den fiesen kleinen aber sehr zahlreichen Minimücken retten wollten, vergeblich. Sie begleiteten uns gerne… Da wir am nächsten Morgen sowieso früh los wollten, schliesslich warteten 1400Höhenmeter auf uns, zogen wir uns früh ins Zelt zurück. Den Wecker stellten wir auf 6.30Uhr, und zogen dementsprechend früh los. Wie gesagt, der zu erklimmende Gipfel liegt auf 1866MüM und der Baikal liegt auf 456MüM. Der Aufstieg zieht sich aber nur über knapp 8Km, was das für eine Steilheit bedeutet könnt ihr euch selbst ausrechnen. Es war auf jeden Fall verdammt hart und wir brauchten knapp 5Stunden inkl. Pause bis wir das wunderbare Rundumpanorama über den Baikal See geniessen konnten. Nach einem leckeren Gipfelpicknick wartete dieselbe Strecke nochmals auf uns, aber diesmal bergab. Dass wir nicht mehr ganz zwanzig sind mussten wir dann auch deutlich feststellen, denn wir brauchten für die Strecke fast nochmals so lange, bevor wir unsere schmerzenden Glieder im kühlen See pflegen konnten. Dass uns die kleinen fiesen aber zahlreichen Minimücken auch hier erwarteten sorgte dann dafür, dass wir den restlichen Abend wieder einmal im Bauch von MASHIN verbrachten. Nach diesem unglaublich anstrengenden Tag stand dann auch fest, dass wir noch mindestens ein, zwei Tage Am Baikal zur Erholung benötigen, ohne Minimücken. Und da wir von der ersten Nacht am Baikal wussten, dass das möglich ist, zog es uns wieder dorthin. Nicht weit entfernt fanden wir nach längerer Suche dann auch noch ein Plätzchen direkt am See, natürlich zwischen russischen Feriencampern (die selbstgebaute Sauna haben wir leider verpasst), aber trotzdem äusserst entspannt. So entspannt, dass mal wieder Rumflätzen im Zelt, Fotzelschnitte zum Zmorge, und Coiffeursalon Annina möglich waren. Und unsere müden Glieder wurden durch Baden im Baikal (etwas veralgt zwar aber schön) auch wieder auf Vordermann gebracht und so waren wir bereit den Weg in Richtung Irkutsk unter die Räder zu nehmen.

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hängen geblieben in UB

An den Tagen nach den Älplermakronen steht bei uns einiges auf dem Plan, was wir beim ersten Besuch der Hauptstadt nicht „erledigen“ konnten. Zum Beispiel müssen wir unbedingt noch auf den riesengrossen Narantuul, den „Schwarzmarkt“, der in etwa so gross ist, wie… ja wie gross denn, egal riesengross. Wir verbringen etliche Stunden damit zwischen Teppichen, Unmengen an Kleidern, Schuhen, Schreibwaren, Töpfen und Eimern und was man sonst noch so alles verkaufen könnte hindurch zu schlendern. Bis es dann auch wie aus Eimern beginnt zu regnen. Die Stände, die nicht unter den grossen Dächern sind, sind mit Plastikplanen abgedeckt, die immer wieder nach einem kurzen Warnruf mit langen Stöcken von ihren schweren Wasserlasten befreit werden. Nicht selten auf die Köpfe der nicht schnell genug reagierenden Menschen die darunter sind. Ein herrliches Schauspiel. Und eine Kanalisation hat es natürlich auch nicht, so dass sich stellenweise fast knietiefe Seen bilden. Irgendwann haben wir dann auch genug und spazieren klitschnass der Strasse entlang und da es auch dort keine Kanalisation hat kommt es wie es kommen muss. Ein Lastwagen fährt mit Vollgas durch die Pfütze am Strassenrand und wir sind noch klitschnasser wie zuvor, diesmal einfach zusätzlich noch dreckig. Natürlich haben wir unsere Wäsche im Hostel schon abgegeben und so gibt es halt noch eine dritte Maschine voll. Den nächsten Tag verbringen wir nochmals in der Stadt mit Souvenir Shopping, Kaffee&Kuchen in der „Oven Fresh Bakery“ und kleineren Reparaturarbeiten an der MASHIN. Unter anderem wird die defekte Hupe (im Verkehr von Ulan Bator inakzeptabel) repariert. Die Fernbedienung der defekten Seilwinde dient jetzt als Hupknopf! Mit Tobi und Fränzi geht es noch einen Tag später zum grossen Chinggis Khaan Monument, ca. 50Km ausserhalb von UB. Das 250Tonnen schwere Stahlkonstrukt ist ein erstaunliches Stück Mongolischer Ingenieurskunst (ok, Chinesen und Deutsche hatten wohl auch ihre Hände im Spiel), mitten in der hügeligen Steppe. Man steigt einige Stufen in einem schmalen Treppenhaus hoch und kommt im wahrsten Sinne des Wortes im Schoss von Chinggis, der auf einem Pferd sitzt, an die Sonne und kann bis zwischen die Ohren des Pferdes hochgehen. Von dort hat man einen schönen rundumblick und ist umgeben von stolzen Mongolen und alle inklusive uns machen Fotos. Wir haben grossen Spass und eine gute Zeit bei einem doch etwas surrealen Ort in der Mongolei. Da wir für die Weiterfahrt auf Asphalt unsere Räder wieder auswuchten und die Spur einstellen wollen hoffen wir nochmals auf die Kompetenz der Mercedes Garage und verbringen noch den Sonntag im Hostel. Und auf einmal stehen da 4 Schweizer Fahrzeuge: Manny, der „Roadhitters“, die blaue Rakete von Christian und Iris, der Bulli Janis von Markus und Sandra und unsere MASHIN. Die Schweizer nehmen sozusagen das Hostel OASIS ein. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen legen die Roadhitters und wir unsere Fonduereserven zusammen und veranstalten ein gemeinsames Fondueessen mit reichlich Weisswein. Als wir uns am nächsten Morgen früh auf den Weg zur Garage machen, um danach die Stadt zu verlassen sind Markus, Sandra und Tobi immernoch wach. Ein echtes Partyvolk die Schweizer! Wie erwähnt hoffen wir auf die Kompetenz der Mercedes Garage in UB und werden bitter enttäuscht. Nicht mal Auswuchtgewichte für unsere Felgen haben sie, nur so moderne Klebgewichte für Alufelgen. Und die Spur können oder wollen sie uns auch nicht einstellen. Wenn das Mercedes in Deutschland wüsste…naja, dann geht es halt ohne weiter, diesmal nach Norden in Richtung Russland und Baikal.

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Sebastiannina und MASHIN’s Reiseroute in der Mongolei

Während wir in und um Ulaan Bator noch die letzten Tage vor der Ausreise nach Russland verbringen, hat Beni wieder einmal unsere Route in google maps aktualisiert, dankeeee!

Hier der Link: http://www.lösch.ch/sebiannina/

Sebastiannina auf dem Velo

Nachdem wir inzwischen wohl so ca. 18‘000 km per Auto und ca. 40 km auf dem Pferd zurückgelegt haben, wollten wir mal wieder ein anderes Fortbewegungsmittel nutzen und haben uns in Gachuurt, nahe bei UB Mountainbikes gemietet um eine zweitägige Tour in den Terelj Nationalpark zu unternehmen. MASHIN können wir im Hostel stehen lassen, packen ein paar Esswaren und ein paar Sachen zum schlafen ein und fahren in Richtung Nordwesten los. Zuerst müssen wir Gachuurt hinter uns lassen, bevor der Weg in ein schönes, leicht ansteigendes Tal abbiegt. Stetig geht es etwas bergauf und die Umgebung ist wunderbar, das Wetter spielt auch mit und so langsam gewöhnen sich auch unsere Hintern an die ungewohnt harte Sitzfläche. Am Ende des Tals geht es dann mal noch so richtig Steil bergauf, und im kleinsten Gang dreht entweder das Hinterrad durch, oder das Vorderrad ist auf einmal in der Luft, also muss man dann halt doch noch etwas schieben. Der erste Pass des Tages ist geschafft und inmitten einer Blumenwiese inkl. Edelweiss gibt es ein leckeres Picknick mit Brot, Käse, Gurken-Randensalat, Fleisch aus der Dose und zum Dessert Schweizer Schokolade, wir fühlen uns wie in den Alpen beim Wandern. Danach folgt eine spannende Abfahrt und noch einmal ein kleiner Pass bevor es runter ins Tal des Terelj Fluss geht, den wir mit zwei kleinen Brücken und ein bisschen Wasserdurchfahrt queren und bei Berts Ger Camp dann nach 40 km und gut 600 Hm ankommen. Bert ist ein Holländer, immer voll aufgedreht und fast etwas cholerisch dirigiert er seine Angestellten und den Sohn in der Küche rum, aber das Ergebnis ist ein leckeres Abendessen, das man gemeinsam in der Essensjurte zu sich nimmt. Am Abend wird es dann schnell kühl aber wir haben ja einen Ofen in unserer Jurte, den wir einheizen können. Das Holz das man bekommt ist noch ziemlich feucht und so denken wir schlauen Schweizer, legen wir das feuchte Holz auf den Ofen um es zu trocken. Dass das wohl nicht eine sonderlich gute Idee war zeigt sich nach einigen Minuten, denn auf einmal ist unsere Jurte mit Rauch gefüllt und das Holz auf dem Ofen glüht und raucht vor sich hin. Schnell das rauchende Holz nach draussen spediert und ein paar Minuten Durchzug, und das kurze Rauch-in-der-Jurte Abenteuer ist überstanden. Der nächste Tag erwartet uns mit strahlendem Sonnenschein und nach dem ausführlichen Frühstück (Bert mit holländischem Akzent: möchtest du dein Ei, gebraten, gebacken, gekocht, mit Tomaten und Käse?) geht es dann auf der asphaltierten Strasse das wohl touristischste Tal der Mongolei mehrheitlich bergab. Wir machen noch einen Abstecher zum Turtle Rock und Annina nutzt die Gelegenheit noch den Fels etwas hochzuklettern. Sebastian war da ja schon und irgendjemand muss ja auf die Velos und das Gepäck aufpassen. Um die Mittagszeit erreichen wir dann den Tuul Gol dem entlang wir zurück nach Gachuurt fahren wollen. Auf teilweise sehr schmalem Pfad direkt zwischen Wasser und Feld und anschliessend wieder dem breiten Tal folgend, fahren wir gemütlich durch die heisse Sonne. Bei einer Flussquerung schauen wir einem kleinen Lastwagen zu, wie er sich durch das immer tiefer werdende Wasser kämpft und 5 Meter vom Ufer entfernt passiert es, der Motor stirb ab und er steht bis zur Tür im Wasser. Wir denken uns, da wollen wir nicht durch und nur hundert Meter entfernt finden wir einen knöcheltiefen Durchgang durch das Wasser. Eine typische Situation, Mongolen fahren einfach drauf los, wird schon gutgehen, geht aber eben nicht immer gut. Aber so sind sie halt. Wir können mit unseren Velos halt auch nicht helfen und fahren weiter. Nach gut 60 km kommen wir im Hostel, wo wir MASHIN parkiert und die Velos gemietet haben an und machen uns gleich wieder auf, denn wir wollen zu Tobi&Fränzi, die noch immer auf der Suche nach dem richtigen Ersatzteil im Oasis Hostel weilen. Es ist toll sie wieder zu treffen und bei Älplermakronen, Bier und Wein tauschen wir uns über die letzten zwei Wochen aus.

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Ab in den Süden…

Noch bei den heissen Quellen, bekommen wir von einem UAZ-Fahrer, welcher zu später Stunde mit französischen Touristen das Camp erreicht, genaue Routeninformationen, wie wir am besten Richtung Süden aufbrechen. Mit Kugelschreiber zeichnet er uns am nächsten Morgen die Pisten, die auf unserer Karte nicht vorhanden sind, ein und dazu auch noch einige markante Punkte an welchen wir uns orientieren können. Im GPS können wir diese Pisten dann auch finden und so brechen wir nach einer kleinen Wanderung auf. Kämpfen uns über die etwas matschigen, holprigen und teils auch sehr schiefen Pisten zu den Furten vor und landen nach erfolgreichen Wasserdurchfahrten wieder auf der Asphaltstrasse. Nach einer Nacht im Orchontal decken wir uns am nächsten Morgen in Kharkhorin nochmals mit Lebensmitteln ein, füllen den Wasser- und den Benzintank voll auf und ziehen top ausgerüstet los. Schon bald endet die Asphaltstrasse und wir begeben uns auf die Piste. Nach dem Mittagessen auf einem felsigen Hügel, natürlich mit Ovoo, kommen wir in eine Ebene, geniessen den Weitblick und sind froh immer mal wieder eine Jurte zu sehen. Doch die Ebene ist weit und so sind wir auch am frühen Abend noch immer im flachen Niemandsland. Gar nicht so einfach in so einem Moment ein Nachtlager zu bestimmen 😉 Zum Glück entdecken wir dann doch noch ein paar Felsen hinter denen wir uns verziehen können und so auch etwas Schutz bei allfälligen Gewittern hätten. Am nächsten Tag brechen wir bei strahlendem Wetter auf. In Saikhan-Ovoo versuchen wir unseren linken Tank wieder zu füllen. Vergeblich, denn hier gibt’s nur eine Tanksäule mit Diesel und 80er Oktan Benzin. Da wir noch einen vollen rechten Tank haben, welcher uns sicher noch bis zum nächsten Ort bringen wird, ziehen wir weiter und besichtigen am Mittag Ongiin Khiid, ein weiteres Kloster, mehrheitlich Ruine. Am Ongi Gol geniessen wir ein erfrischendes Bad und sausen danach ein weites Stück über die „Mongolian Autobahn“ (mehrere gute Pisten nebeneinander, teilweise den Leitungen entlang) und erreichen am Abend, nach einem weiteren erfolglosen Versuch Benzin zu finden, Bayanzag. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen neben einer roten Felsformation. Bei dem Kontrollgang um MASHIN stellen wir fest, dass der letzte Pistenabschnitt (übles Wellblech) den einen Gummi des Stabilisators verrutscht hat. Mit Hilfe des Gewichts eines Walliser Pärchens können wir den bereits durchgewetzten Gummi wieder an der richtigen Stelle montieren. Wie schon viele Male setzen wir wieder einmal Kabelbinder ein, um so ein weiteres Rausrutschen verhindern zu können. Nach einer stürmischen Nacht suchen wir am nächsten Morgen das Gebiet nach Dinosaurierknochen – erfolglos – ab und schlendern noch etwas durch die roten Felsen von Bayanzag. In Bulgan starten wir dann den dritten Versuch Benzin zu finden, denn für die geplante Runde ist das die letzte mögliche Auffüllstation. Wir ahnen bereits Gutes, als wir aus der Ferne zwei Tanksäulen sehen können. Tatsächlich, 92er Benzin! Wir füllen auf und erkundigen uns nach dem Zustand der Pisten bis nach Khongorin Els (den grossen Sanddünen der Gobiwüste), denn der Weg bis nach Bulgan war reines Wellblech und MASHIN tut bestimmt jetzt schon jede Schraube und jedes Gelenk von dem elenden Gerüttel weh. Aber es kommt noch schlimmer!!! An einigen Stellen können wir den teilweise bis zu 15cm tiefen und in einem Abstand von ca. 10 cm vorkommenden Rillen nicht entkommen, was deutlich an den Nerven der Insassen von MASHIN zerrt und die Demontage der Seilwinde am Mittag bedeutet. Eine Schraube verloren und eine weitere abgebrochen… nur eine Frage der Zeit, bis die Seilwinde ganz in die Brüche geht. Die Seilwinde verstauen wir also im Auto und hoffen fest, dass dies der einzige Schaden bleibt. Die Pistensituation entspannt sich zum Schluss, wir kurven in einem ausgetrockneten Bachbett unserem Ziel entgegen und werden auf der Höhe mit einem atemberaubenden Ausblick auf die Sanddünen und die dahinterliegenden Berge belohnt. Das Ziel vor Augen, gehen wir den letzten Streckenabschnitt an und winden uns an den vielen Jurtencamps vorbei durch die Büsche des Feuchtgebietes bis an den Fuss der Dünen. Die Sonne ist zu diesem Zeitpunkt gerade von Wolken bedeckt und es geht ein angenehmer Wind. Unseren Plan die Dünen der Hitze wegen in den frühen Morgenstunden zu bezwingen verwerfen wir sogleich und machen uns Barfuss und mit einer Flasche Wasser auf den Weg. Nach einer ¾ Stunde erreichen wir den höchsten Punkt (anscheinend nach 175 Hm), gar nicht so erschöpft wie eigentlich erwartet. Im Sand sitzend, blicken wir über die im Abendlicht erleuchtete Sandwüste. Ein sehr schöner Ausblick! Am meisten Spass bereitet jedoch der Abgang. Wir rollen und hüpfen die steilsten Passagen hinunter und wundern uns über die lustigen Geräusche, die durch das Herunterrutschen der Koreanerinnen neben uns entstehen. Am nächsten Morgen zieht es uns nach einem Frühstück direkt neben den Dünen weiter in die Geierschlucht (Yolyn Am). Die Fahrt ist geprägt von unzähligen Bachbettquerungen (ständiges abbremsen und wieder beschleunigen) und weiteren Wellblechpassagen. Gerade noch rechtzeitig bemerken wir, dass wir uns auf der Piste, welche durch die Dungneeschlucht führt, befinden. Gerne wären wir diese Schlucht gefahren, MASHIN ist aber leider zu hoch. So biegen wir noch rechtzeitig ins Bachbett ein und fahren auf dieser Piste bis zu einem Camp. Dort verbringen wir einen gemütlichen Nachmittag und versuchen mit dem kleinen Wasserstrahl, welcher aus der Dusche kommt auch noch die letzten Sandkörner abzuwaschen. Am nächsten Morgen brechen wir bei Regen zur Schlucht auf, besichtigen das Naturkundemuseum (lauter zerfallende Tierpräparate und auf rotes Leder aufgezogene Tierfelle, ein Dinosaurierausstellungsraum, welcher mehr einem Projektwochenergebnis einer Mittelstufenklasse gleicht und ein paar Fotos der Umgebung) und freuen uns dann über die 10 km Schotterstrasse, die bis zum Eingang der Schlucht führen. MASHIN will bergauf im dritten Gang aber nicht mehr so anziehen, was uns etwas beunruhigt. Trotzdem ziehen wir bis zum Parkplatz weiter, was zum Glück gut geht. Wir wandern in der immer enger werdenden Schlucht, beobachten die kleinen, lustigen Murmeltiere und finden an der engsten Stelle tatsächlich noch ein bisschen Eis. Auf dem Rückweg beschliessen wir unser 1. Augustfondue noch in den schönen Hügeln zu geniessen bevor wir wieder durch weites Niemandsland fahren. Nach Dalanzadgad kämpfen wir uns noch die letzten Kilometer über die üblen Pisten neben der grossen Baustelle für die neue Strasse und erreichen nach dem Mittagessen den langersehnten Asphalt. Nun geht’s bis kurz vor UB über eine neue Strasse, dank erfolgreich ausgetauschtem Benzinfilter zieht MASHIN nun auch bei Steigungen wieder richtig an. Ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir UB und treffen in Gachuurt (Dorf mit vielen Sommerresidenzen der reichen Mongolen, nur wenige Kilometer ausserhalb von UB) Diana. Sie ist mittlerweile über China und Japan auch in der Mongolei angekommen und ist als Volunteer im Kinderheim Lotusblüte arbeitet. Schnell ist MASHIN belagert von einigen Kindern, die sich sehr über etwas Action auf dem Gelände am Sonntagnachmittag freuen. Die Umstände im Heim sind sehr chaotisch und wir haben etwas Mühe uns mit der ganzen Situation zu arrangieren. Nachdem die meisten Kinder im Bett sind, es auf dem Gelände ruhiger wird, geniessen wir einen netten Abend in Dianas Jurte und tauschen uns über die letzten 2 Monate aus, was wir seit der gemeinsamen Einreise in Kasachstan alles erlebt haben.

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Sebastiannina & MASHIN bei den Archäologen

Nachdem wir in UB für drei Nächte im OASIS Hostel eingenistet, Wäsche gewaschen, Visum verlängert uvm. haben ist der Plan, dass wir nach Kharkhorin, genauer Khar Balgas zu den Archäologen fahren und wir uns mit Tobi, Fränzi & Manny einige Tage später in Tsetserleg wieder treffen. Die Fahrt zu den Archäologen geht durch für Sebastian bereits bekanntes Gebiet, nur dass die Strasse nun fast vollständig asphaltiert wurde und wir so knapp 400Km bis nach Khar Balgas in einem halben Tag zurücklegen können! Die Archäologen die Sebastian zum Teil noch von seinem Mongoleiaufenthalt vor 5 Jahren kennt, sind in einem eigens eingerichteten Jurtencamp in der Nähe ihrer Ausgrabungen untergebracht. Mitten in der Steppe, mit 2 Stunden Generatorstrom am Tag, Fussball- und Basketballplatz und mongolischer Küche verbringen Christina, die Grabungsleiterin und 6 weitere deutsche Studierende gemeinsam mit ca. 20 mongolischen Studierenden&Professoren, zwei Fahrern, einem Übersetzer und einem Küchenteam ca. 6 Wochen dort und graben nach Überresten einer Uigurischen Hauptstadt aus dem 8./9. Jahrhundert. Am gleichen Tag wie wir sind noch Mark, der Mann von Christina und ihre zwei Kinder Otilia (6) und Jakob (3) im Camp angekommen. Wir stellen MASHIN auf den Parkplatz neben dem Camp und dürfen gleich mal die mongolische Küche geniessen. Nachdem wir in UB bei der Mercedes Garage bereits damit gescheitert sind MASHIN vorne zusätzliche Blattfedern zu verschaffen (die beiden vorhandenen sind müde und hängen etwas durch), versuchen wir das selbe noch in Kharkhorin. Aber auch der dortige Bastler winkt ab, es sei unmöglich. So müssen wir halt mit Gummi von einem zerschnittenen Reifen die unplanmässigen Kontaktstellen zwischen Feder und Chassis etwas dämpfen und hoffen, dass alles hält. Nach diesem „Dämpfer“ (HAHA!) besuchen wir das neue Museum zu den Archäologischen Funden der Region. Ein Lichtblick in der sonst unglaublich Mittelstufenprojektwochenmässigen Museumslandschaft der Mongolei. Als wir das Museum verlassen sieht Sebastian direkt, dass etwas mit MASHIN nicht stimmt: PLATTFUSS, der erste der gesamten Reise! Glücklicherweise gibt es gleich helfende Hände, die uns zeigen wie man das vermeintliche Loch einfach flicken kann und der eilig herbeigerufene Fahrer von Christina bringt Sebastian und das Rad zur Werkstatt zum wieder aufpumpen. Dort stellt sich heraus, dass es nicht das einzige Loch war und so wird das zweite gleich auch noch geflickt. Ausserdem merken wir, dass unser Engländer (Werkzeug), den wir zum lösen unseres Ersatzrades benötigen wohl nicht mit uns mitgereist ist und wir so unser Ersatzrad gar nicht hätten einsetzen können. Schöner Dusel, den wir da haben, wenn uns das irgendwo in der Steppe passiert wäre…man wagt es nicht sich das vorzustellen! Also ab auf den Markt, Engländer kaufen. Am gleichen Tag besuchen wir noch das grosse Kloster Erdene Zuu, (bereits das zweite Kloster, denn auf dem Weg nach UB waren wir noch im Amarbayasgalant Kloster aber dazu dann am Fotoabend mehr…) Die folgenden zwei Tage verbringen wir mit „rumhängen“ im Camp, spielen mit Otilia, Jakob und Zickzack (der Sohn des Fahrers und der Köchin) mit den Seifenblasen und Drachen und geniessen den Müssiggang. Aus UB erreichen uns ganz schlechte Neuigkeiten: „Manny“ der Landcruiser von Tobi&Fränzi hat es nur 60Km aus UB raus geschafft und musste zurückgeschleppt werden. Inzwischen wissen wir, dass der Zylinderkopf gerissen ist, was ein wirklich grosses Problem ist. Neben der Enttäuschung, dass wir also so bald nicht mehr gemeinsam mit den Drein unterwegs sein können müssen wir auch für uns einen neuen Plan zurechtlegen. Wir verabschieden uns vom Camp und seinen Bewohnern und fahren erst einmal zu den heissen Quellen von Tshenker Sum, wo wir einen Regnerischen Nachmittag im warmen Pool verbringen und den neuen Plan schmieden. Da wir mit Tobi&Fränzi eine grössere Runde in den Süden geplant hatten, der nicht ganz risikolos war, ist klar, das machen wir nicht alleine. Also Süden aber nicht ganz so Risikobeladen, was uns zur Lösung bringt, das ganze auf der Route der vielen Touristentouren zu machen, denn dort würde man nie länger als ein paar Stunden warten müssen, bevor man den nächsten UAZ oder Hyunday Starex gefüllt mit Touristen anhalten und um Hilfe bitten könnte. Aber zu dieser Reise dann im nächsten Teil.

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